Schachbundesliga: Werder remisiert gegen Solingen und gewinnt gegen Aachen

Grün-Weiß festigt Rang drei

2 aus 2 am Wochenende: Zahar Efimenko
Schach
Montag, 05.02.2018 // 16:48 Uhr

Matthias Krallmann

Am Samstag begann das Match gegen die SG Solingen, den Deutschen Meister der Saison 2015/2016, denkbar schlecht.

Alexander Areshchenko konnte am Spitzenbrett ein leicht schlechteres Endspiel gegen den indischen Weltklassespieler Pentala Harikrishna nicht halten. Alexander Markgraf verlor nach missglückter Eröfffnung und Laurent Fressinet nach fehlerhafter Variantenberechnung. Luke McShane und Romain Edouard remisierten und so stand es 4-1 für Solingen. Martin Zumsande brachte Werder in seinem ersten Einsatz in der ersten Mannschaft mit einem sicheren Sieg, der auf einem positionellen Qualitätsopfer basierte, etwas heran. Doch nur eingefleischte Optimisten glaubten nach der Zeitkontrolle noch an einen Punktgewinn. Aber dann verkürzte Daniil Dubov mit Hilfe einer kleinen Kombination auf 3-4 und es kam Hoffnung auf.

Die letzte Partie spielte Zahar Efimenko, die Stellung war ausgeglichen, aber nicht tot remis. Es kam zu einem dramatischen Finish: Zahars Gegner Jan Smeets konnte dreimalige Zugwiederholung herbeiführen, was für den Solinger Mannschaftserfolg genügt hätte. Doch der Niederländer kannte den Spielstand nicht und spielte auf Gewinn. Beide Spieler hatten ihre Bedenkzeit verbraucht und lebten von 30 Sekunden Bonus pro Zug. Mit der knappen Bedenkzeit kam Efimenko besser zurecht, er gewann einen Bauern und kurze Zeit später auch die Partie. Das 4-4 Unentschieden kam zweifelsohne glücklich zustande, doch um so mehr freuten sich die Werderaner Spieler.

Am Sonntag lief es gegen den DJK Aachen wie am Schnürchen. Der Tabellenvierte aus Nordrhein-Westfalen hatte bisher eine ausgezeichnete Saison gespielt und schickte eine gute Mannschaft an den Start. Doch an diesem Tag war Aachen gegen Bremen chancenlos. Alexander Areshchenko besiegte den starken Venezulaner Eduardo Iturrizaga mittels eines langfristigen Bauernopfers und Daniil Dubov spielte eine taktische Glanzpartie gegen den jungen holländischen Meister Jorden Van Foreest. Laurent Fressinet, Zahar Efimenko und Romain Edouard siegten in technischen Partien. Martin Zumsande musste gegen den stark aufspielenden Alexander Donchenko eine Niederlage quittieren und Alexander Markgraf remisierte. Der Schlusspunkt blieb Luke McShane vorbehalten, der eine sehr schöne Endspielbehandlung zeigte und zum 6,5-1,5 Endstand gewann.

Werders Topscorer an diesem Wochenende waren Daniil Dubov und Zahar Efimenko mit jeweils zwei Siegen. Die Mannschaft stabilisierte sich mit 13-3 Punkten auf Platz drei und hat jetzt bereits drei Punkte Vorsprung vor dem Viertplatzierten Hockenheim. Tabellenführer sind die OSG Baden-Baden und die SG Solingen mit jeweils 15-1 Punkten.

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10.11.2018 Werder 1 -  SF Deizisau 5,0:3,0
11.11.2018 OSG Baden-Baden - Werder 1 5,0:3,0
11.11.2018 SF Hannover - Werder 2 1,0:7,0
11.11.2018 Werder 4 - SC Turm Lüneburg 7,0:1,0
11.11.2018 TuS Syke - Werder 5 3,0:5,0
11.11.2018 Werder 6 - SF Lilienthal HW 4 7,5:0,5