Vier Titel für den SV Werder

Philip Kass sicherte sich Gold im Stabhochsprung der Männer
Leichtathletik
Montag, 05.02.2018 // 10:04 Uhr

Olaf Kelterborn

Werders Leichtathleten hatten sich einiges vorgenommen für die norddeutschen Meisterschaften, die am vergangenen Wochenende in Hamburg ausgetragen wurden. Mit vier Titeln und weiteren guten Ergebnissen erreichten die Springer und Sprinter ihre Ziele und konnten zufrieden an die Weser zurückkehren.

Für einen Doppelerfolg sorgten wieder einmal die Stabhochspringer. Lars Keffel, der sich in dieser Saison in einer ausgezeichneten Verfassung befindet, demonstrierte in der Hansestadt seine Stärke und Wettkampfsouveränität. Bei 4,50m stieg er in den Wettkampf der U20 ein und ließ danach die 4,60m aus. Seine Konkurrenten scheiterten allesamt an der aufgelegten Höhe von 4,60m, so dass es mit dem nächsten erfolgreichen Versuch über 4,70m für Keffel bereits zum Titel reichte. Anschließend hatte er die neue persönliche Bestleistung von 4,91m auflegen lassen und scheiterte dreimal knapp daran. Vielleicht ist es beim Hallenhöhepunkt, den deutschen Jugendmeisterschaften in Halle/Saale Ende Februar, an der Zeit für die 4,90m.

Keffels Mannschaftskollege Philip Kass, der ebenso erfreulich in die Saison gestartet ist, trat bei den Männern an und gewann das Pokerspiel gegen seinen Konkurrenten Tom Linus Humann vom Schweriner SC. Nachdem beide Athleten die 5,00m im ersten Versuch gemeistert hatten übersprang Kass auch die 5,10m im ersten Durchgang. Humann hingegen ließ diese Höhe aus und versuchte sich direkt an den 5,20m. Drei Fehlversuche des Schweriners bedeuteten allerdings automatisch den Titel für den sichtlich zufriedenen Kass.

Nele Wöltjen überquerte als einzige Athletin 1,70m im Hochsprung der U20

Den dritten Gesamterfolg gab es ebenfalls in einer Sprungdisziplin zu bestaunen. Nele Wöltjen, die im Vorfeld bereits zu den Podestkandidatinnen im Hochsprung der U20 zählte, setzte sich in einem eng beieinander liegendem Feld mit übersprungenen 1,70m und 3cm Vorsprung etwas überraschend gegen die gesamte norddeutsche Konkurrenz durch. Wie knapp es zuging verdeutlicht der Blick auf die weiteren Platzierungen, denn von Rang 3 bis Rang 8 übersprangen alle Athletinnen die gleiche Höhe von 1,64m.

Nach drei Titeln in technischen Disziplinen fehlte den Werderanern noch ein Erfolg auf der Laufbahn. Und auch das sollte gelingen. Fabian Linne, der im Sprint der U20 sowohl über 60m (Gesamt-Platz 8) als auch über 200 Meter am Start war, zeigte auf der Hallenrunde seine ganze Klasse und stellte bereits im Vorlauf eine neue Bestzeit von 22,13 sec auf. Damit gehörte er zu den Favoriten für das Finale. Logischerweise lastete ein gewisser Druck auf ihm, es gelang Fabian Linne aber damit locker umzugehen. Er lieferte ein gutes 200m Rennen ab, überquerte die Ziellinie nach 22,24 sec und konnte den Titel des norddeutschen Meisters feiern. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Gino Beckmeier, Alexander Thyme und Fabian Netzlaff erkämpfte sich Linne im Anschluss noch eine Silbermedaille über 4x200m in 1:30,12. Der einzige Wehrmutstropfen dabei war, dass die gute Zeit nicht ganz für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften reichte.

Fabian Linne wurde seiner Favoritenrolle über 200 Meter der U20 gerecht

Über 60m der Frauen erzielte Sandra Dinkeldein ein erfreuliches Resultat. Nach einem Jahr Trainingspause und einer kurzen Vorbereitung auf die Hallensaison sprintete Dinkeldein in 7,61 sec auf den Bronzerang. Mit ihrer Zeit qualifizierte sie sich zudem für die Deutschen Meisterschaften in Dortmund. Dort wird sie gemeinsam mit ihrer Mannschaftskollegin Svea Kittner am Start sein, die bei den norddeutschen Meisterschaften ebenfalls mit guten Ergebnissen über 60m überzeugen konnte (7,59 sec im Zwischenlauf). Über 200 Meter verpasste sie die DM-Qualifikation von 24,80 sec mit einer Zeit von 24,95 sec leider knapp. Ähnlich knapp verpasste Fabian Netzlaff die DM-Quali über 60 Meter. 6,95 sec wären notwendig gewesen, 7,03 sec lief er als Sechster des Männerfinals.

Für weitere Top 5 Platzierungen sorgten zum einen Keno Krieger im Dreisprung der U20 mit 11,58m (4. Platz) und zum anderen die Stabhochspringerin Stina Seidler mit 3,70m und Platz 4 bei den Frauen. In der weiblichen U20 platzierten sich die drei angetretenen Stabhochspringerinnen Kim-Michelle Schwenke (3,55m), Janina Selvarajah (3,45m) und Elizabete Vetra (3,35m) auf den Rängen 5 bis 7.

 

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