"Mein erster Gedanke: Bremen ist ganz schön weit weg"

Günter Bernard in Episode #47 des WERDER-Podcast
Günter Bernard war Teil der ersten Werder-Meisterelf.
Podcast
Mittwoch, 13.11.2019 / 16:28 Uhr

von Max Brosta

Der „Bremer Beton“ von 1965: ausgehärtet, standfest, undurchlässig. Max Lorenz und Pico Schütz im defensiven Mittelfeld. Dahinter Sepp Piontek auf der rechten und Horst-Dieter Höttges auf der linken Verteidigerpostion. Dazu Helmut Jagielski als Libero und Heinz Steinmann als Vorstopper. Und im Tor - natürlich - Günter Bernard. Wer sollte diesen Defensivverbund schon überwinden? Zwölfmal blieb der SV Werder in der Saison 1964/65 ohne Gegentor. Es war der Schlüssel zur ersten Deutschen Meisterschaft der Grün-Weißen. „Wir hatten eine sehr gute Abwehr. Die gingen zur Sache, aber niemals unfair“, betont Günter Bernard. „Unsere Gegner waren froh, als sie aus Bremen wieder nach Hause fahren konnten. Es war schwer, gegen uns zu gewinnen“, erinnert sich der ehemalige Torhüter in Episode #47 des - von Medientechnik Keuk präsentierten - WERDER-PODCAST.

Die Saison, in der die Grün-Weißen die Meisterschaft feierten, sollte eigentlich Bernards letzte an der Weser werden - dachte er zumindest bei der Unterschrift seines Vertrages zwei Jahre zuvor. Der in Schweinfurt geborene Bayer machte vor seinem Wechsel in die Hansestadt bereits als deutscher Nationaltorhüter auf sich aufmerksam. Auch Max Lorenz und Sepp Piontek, die beiden Bremer Nationalspieler, erkannten die Qualitäten des Keepers. „Mensch, du könntest doch zu uns kommen, wir können dich gut gebrauchen“, sagte Lorenz einst zu ihm. Denn der etatmäßige Stammtorwart der Werderaner, Heinrich Kokartis, verletzte sich schwer. Die Ersatzmänner hatten nicht die Qualität, die es als Nummer eins des SVW bedurfte. So fiel die Wahl auf Bernard. „Mein erster Gedanke war: Bremen ist ja weit weg von Schweinfurt“, schmunzelt der 80-Jährige.

Es sollten ja auch eigentlich nur zwei Jahre an der Weser werden - eigentlich. Zusammen mit dem damaligen Werder-Geschäftsführer Hansi Wolff tütete er auf Mallorca den Wechsel ein. „Da wurde der Vertrag für zwei Jahre unterschrieben. Ich dachte mir: Gut, bleibe ich zwei Jahre. Das werden wir schon hinbekommen und nach den zwei Jahren versuche ich, irgendwo anders hinzugehen“, erklärt Bernard. Ein Plan, der nicht aufging - zum Glück für ihn, zum Glück für Werder. Gleich in seiner zweiten Saison wurde der SVW bekanntlich Deutscher Meister und der Torhüter verlängerte seinen Kontrakt an der Weser. „Es hat einfach Freude gemacht“, sagt er und hat es bis heute nicht bereut. „Aus zwei Jahren sind 56 Jahre geworden“, freut sich der frühere SVW-Keeper und die Zuhörer des WERDER-PODCAST spüren die Freude in seiner Stimme.

Schließlich ist der gebürtige Bayer mit Grün und Weiß infiziert worden. Er ist Ur-Werderaner, Gründungsmitglied der Bundesliga und hat die frühen Erfolge der Mannen von der Weser hautnah miterlebt. Bernhard ist Teil der Werder-Familie - und das damals wie heute. „Ich fühle mich wohl, ein Werderaner zu sein“, betont er, der in Achim, unweit der Hansestadt, sesshaft geworden ist. Dort hat ihn auch Moderator Markus Biereichel zum Gespräch getroffen. Ein Gespräch über glorreiche Zeiten am Osterdeich und den schönsten Moment seiner Karriere: Die Meisterschaft 1965, basierend auf dem Fundament des „Bremer Betons“.

„Ich war immer einer, der für Spaß in der Mannschaft gesorgt hat“, so Günter Bernard. Mit welchem Lied ihm das gelang und was es mit seinem Spitznamen „Schimmele“ auf sich hat, erklärt er in Episode #47 des WERDER-PODCAST. Dort erzählt der frühere Keeper des SV Werder außerdem, was ihn trotz 1,79-Meter-Körpergröße zu einem der größten Torwarttalente Deutschlands machte und warum er das WM-Finale 1966 nur knapp verpasste. Der Podcast verbindet einfach die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW. Hört rein!

 

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