"Ein sehr guter Schritt"

Max Kruse im Interview

Mittwoch, 07.06.2017 // 11:16 Uhr

Max Kruse war in dieser Saison zweifellos der prägendste Spieler in Werders Bundesliga-Team. Dass er das Zeug dazu hat, Herausragendes zu leisten, deutete Kruse bereits in seiner ersten Werder-Zeit von 2006 bis 2009 an. Die Rückkehr war deshalb auch eine Herzensangelegenheit.

WERDER MAGAZIN: Max, was wäre bloß in dieser Saison in der Bundesliga möglich gewesen, wenn du aufgrund deiner Verletzung nicht erst am 11. Spieltag hättest eingreifen können?

Max Kruse (lacht): "Das ist immer schwer zu sagen. Natürlich tut es gut, wenn alle fit sind und man im Kader so viele Optionen wie möglich hat. Ich bin sehr glücklich und freue mich für die Mannschaft, dass ich in der Rückrunde gute Leistungen zeigen konnte. Aber ich finde, dass wir in dieser Saison auch dann, wenn Spieler ausgefallen sind, gezeigt haben, dass das Team eine hohe Qualität hat."

WERDER MAGAZIN: Platz 15 nach der Hinrunde, dann der phänomenale Aufschwung mit unter anderem elf Spielen in Folge ohne Niederlage. Wie ist euch das gelungen?

Max Kruse: "Wir haben immer an uns geglaubt und auch in schwierigen Phasen konzentriert und akribisch weiter gearbeitet. Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen, denn wir wussten immer um unsere Qualität."

WERDER MAGAZIN: Deine persönliche Rückrunden-Statistik ist beeindruckend. Welchen Stellenwert in deiner Karriere nehmen die vier Tore, die du in Ingolstadt in einem Spiel erzielt hast, ein?

Max Kruse: "Mir ist klar, dass das nicht alltäglich war. Und ich gebe zu: Es war ein Weltklasse-Gefühl. Aber vor allem, weil ich mich über unseren Sieg gefreut habe. In dem Moment habe ich nicht realisiert, dass meine vier Tore einen historischen Wert hatten und eventuell sogar lange in den Geschichtsbüchern des Vereins stehen werden. Vielleicht wird mir das erst so richtig bewusst, wenn ich irgendwann meine Karriere beende und noch mal darauf zurückblicke."

WERDER MAGAZIN: Das Fazit deiner Rückkehr zu Werder kann nur lauten: ‚Alles richtig gemacht!‘...

Max Kruse: "Die Rückrunde ist sicher die Bestätigung dafür, dass es ein guter Schritt war. Die Verletzung zu Beginn der Saison war nicht schön. Aber das passiert nun mal im Fußball. Ich habe mich wieder herangekämpft und alles gegeben, um der Mannschaft so schnell wie möglich zu helfen."

WERDER MAGAZIN: Stichwort Verletzung: Du hast sie dir gleich im ersten Pflichtspiel, bei der DFB-Pokal-Niederlage in Lotte zugezogen. Wie hast du diesen Start erlebt?

Max Kruse: "Gerade im ersten Spiel für den neuen Verein nimmt man sich viel vor. Wir hatten uns mit der Mannschaft Ziele für die Saison gesteckt, auch im DFB-Pokal. Da war das Erstrunden-Aus wirklich bitter und in der Woche nach dem Spiel erstmal ein richtig mieses Gefühl. Aber wir konnten es nicht mehr ändern und mussten nach vorne schauen. Das galt nicht nur für das Spiel, sondern auch für meine Verletzung."

WERDER MAGAZIN: Warst du überrascht, dass Werder im vergangenen Sommer um dich geworben hat?

Max Kruse (überlegt): "Überrascht ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Meine Situation in Wolfsburg war nicht ganz optimal. Dass dann Anfragen von anderen Vereinen kommen, ist normal. Ich weiß nicht, welche Chancen sich Werder tatsächlich ausgerechnet hat. Oder ob es einfach mal so eine Anfrage von Frank Baumann war... (lacht)"

WERDER MAGAZIN: Wie schnell hast du die Entscheidung getroffen?

Max Kruse: "Ich habe durchaus etwas gebraucht dafür. Dabei ging es gar nicht um Werder, sondern darum, ob ich überhaupt in der Bundesliga bleibe. Letztlich war das Gesamtpaket bei Werder am besten. Und dass ich die Stadt und den Verein bereits kannte, hat natürlich geholfen."

WERDER MAGAZIN: Worauf hast du dich am meisten gefreut?

Max Kruse: "Ich mag Bremen. Es ist gemütlich hier, sehr lebenswert, die Menschen sind nett. Und ich hatte damals eine sehr schöne Zeit bei Werder. Es war meine erste Profi-Station, die Erinnerungen daran sind positiv. Jetzt in einer etwas anderen Rolle wieder zurückkommen zu können, zeigt mir, dass ich in den vergangenen Jahren einiges richtig gemacht habe."

WERDER MAGAZIN: Zum ersten Mal bist du im Januar 2006 zu Werder gekommen, also im Winter, mitten in der Saison. Warum?

Max Kruse: "Das könnte vielleicht Wolf Werner (damals Nachwuchsmanager des SV Werder, Anm. d. Red.) beantworten. Ich erinnere mich daran, dass…"

Das komplette Interview gibt es im aktuellen WERDER Mitglieder-Magazin Nr. 331 – Vereinsmitglieder des SV Werder Bremen erhalten das Magazin wie gewohnt exklusiv per Post oder als e-Paper.

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