„Mit wachsender Stabilität nach mehr streben“

Frank Baumann im Interview

Donnerstag, 11.08.2016 // 16:00 Uhr

Von wegen Auszeit... Nach seinem Abschied von den Grün-Weißen im Juni 2015 bildete sich Frank Baumann nicht nur umfassend fort, sondern erfüllte sich auch den Traum vom ersten Marathon-Lauf seines Lebens. Zielstrebigkeit und Ausdauer bringt er auch bei seiner neuen Aufgabe als Geschäftsführer Sport mit.

WERDER MAGAZIN: Was war das Wichtigste in den ersten Wochen Ihrer Arbeit?

FRANK BAUMANN: Zu Beginn ging es zunächst darum, die vergangene Saison zu analysieren, die ich ja "nur" als Außenstehender erlebt hatte. Ich habe mit Spielern, dem Trainerteam, dem Funktionsteam gesprochen. Und die erste wichtige Entscheidung war dann, mit unserem Trainerteam weiterzuarbeiten.

 

WERDER MAGAZIN: Was waren die Gründe für diese Entscheidung?

Frank Baumann: Viktor hat bei Werder bereits viele Teams erfolgreich trainiert, mit einer klaren Handschrift geprägt und Spieler weiterentwickelt. Die Bundesliga-Mannschaft hat er in einer sehr schwierigen Phase übernommen, sie schnell aus der Abstiegszone geführt. Im zweiten Jahr gab es zunächst einige Probleme. Der Kader war sehr groß, der Wechsel der Spieler zwischen Bundesliga und U 23 sehr stark, wenig Kontinuität vorhanden, auch nicht im Spielsystem. Aber Viktor und sein Trainerteam haben das erkannt und in der Rückrunde wieder einen erfolgreichen Weg eingeschlagen – und das unter besonders großem Druck.

WERDER MAGAZIN: Welchen Optimierungsbedarf gab es?

Frank Baumann: Noch einmal: Das Trainerteam hat vieles gut gemacht und dazu auch aus einigem, was nicht optimal lief, die richtigen Schlüsse gezogen. Alle werden von diesen Erfahrungen profitieren. Irritationen gab es vor allem bei Viktors Medienarbeit. Er hat zum ersten Mal als Bundesliga-Trainer öffentliche Kritik erfahren, zum Teil auch unsachliche. Dabei hat er sich sicher nicht immer so souverän verhalten, wie es sein müsste. Aber da ist er nicht alleine. Es gibt genug Beispiele, in denen bei Bundesliga-Trainern mal ein Punkt erreicht war, an dem sie sich nicht alles haben gefallen lassen. Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Viktor und den Medien wieder auf eine vernünftige und vertrauensvolle Basis stellen. Die zurückliegenden Wochen haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

WERDER MAGAZIN: Nach der Entscheidung für das Trainerteam kam Bewegung in den Spielerkader. Welche Philosophie verfolgen Sie bei der Zusammenstellung einer Mannschaft?

Frank Baumann: Zunächst einmal: Es ist keine Aufgabe, bei der man auf ein weißes Blatt alle seine Wunschspieler schreibt. Ausgangspunkt ist immer die aktuelle Mannschaft. Also haben wir geschaut, auf welchen Positionen wir gut besetzt sind, wie die Altersstruktur ist, die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, aus Mannschaftsspielern, Führungsspielern und starken Individualisten. Und dann haben wir Ideen entwickelt und geprüft, was machbar ist. Natürlich spielen auch die Vereins- und die Spielphilosophie eine Rolle bei der Frage, welche Spielertypen man braucht.

WERDER MAGAZIN: Welchen Fußball soll die Mannschaft spielen?

Frank Baumann: Wir wollen erfolgreich sein – das ist das Wichtigste. Außerdem stand Werder immer für…

Das komplette Interview gibt es im aktuellen WERDER MAGAZIN SPEZIAL (Nr. 329). Vereinsmitglieder des SV Werder erhalten das Magazin wie gewohnt per Post oder als E-Paper. Es ist zudem für 3,50 € in der WERDER Fan-Welt (auch online unter www.werder-fanwelt.de) und im Zeitschriftenhandel im Werder-Land erhältlich.

WM 329 – WERDER MAGAZIN SPEZIAL

Die große Saisonvorschau 2016/2017: Auf 100 Seiten wird unter anderem die Bundesliga-Mannschaft vorgestellt. Dazu gibt es einen Überblick über die Sportabteilungen und große Interviews mit Cheftrainer Viktor Skripnik sowie den Geschäftsführern der Grün-Weißen, darunter Frank Baumann, der über seine neue Arbeit als Geschäftsführer Sport berichtet.

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 Werders Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode blickt im großen Interview auf die Saison zurück, erklärt die Entscheidungen der vergangenen Wochen und verrät, was ihn im Leben antreibt.

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