"Wir wollen vorwärts kommen"

Marco Bode im Interview

Donnerstag, 09.06.2016 // 12:00 Uhr

Werders Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode blickt auf die Saison zurück, erklärt die Entscheidungen der

vergangenen Wochen und verrät, was ihn im Leben antreibt.

 

 

 

 

WERDER MAGAZIN: Herr Bode, wie haben Sie mit ein paar Tagen Abstand die vergangene Saison mit dem SV Werder bewertet?

MARCO BODE: Es war eine sehr intensive Zeit, die viel Positives hervorgebracht hat. Nicht nur, weil wir den Klassenerhalt klargemacht haben, sondern vor allem, wie wir es geschafft haben. Die große Geschlossenheit, die zum einen im Club, aber auch weit darüber hinaus zu spüren war, hat mich begeistert und sehr berührt. Uns wurde wieder einmal vor Augen geführt, wie besonders Werder Bremen und das innige Verhältnis von Verein, Stadt und Region sind. Schade ist jedoch, dass wir erst in diese Situation gekommen sind. Wir hatten einen guten Start, blieben aber danach eine Hinrunde lang unter unseren Möglichkeiten – 15 Punkte zu Weihnachten waren in keiner Weise zufriedenstellend. Die Mannschaft hat in einigen Spielen gezeigt, was in ihr steckt und was sie mit Begeisterung und Leidenschaft leisten kann. Aber es ist ihr nicht konstant gelungen. Durch die begeisternde Endphase mit einer Freude, die bei einem Titelgewinn nicht viel emotionaler ausfallen kann, war es schließlich eine Saison, die sicher allen in Erinnerung bleibt.

Und die zu Konsequenzen in der Zusammensetzung der Geschäftsführung geführt hat. Warum?

Der Rückblick auf die Saison war für mich und den gesamten Aufsichtsrat immer ganz eng mit einem Blick in die Zukunft verbunden. Wir haben uns die Frage gestellt: Sind wir in dieser Struktur, mit diesem Team von Führungskräften perfekt aufgestellt? Bei der Überlegung, wo wir in den nächsten Jahren hinwollen und welche Philosophie wir vertreten wollen, sind wir zu der Auffassung gekommen, dass es notwendig und sinnvoll ist, an der Spitze der sportlichen Leitung einen Wechsel vorzunehmen.

Thomas Eichin hat daher den Verein verlassen...

Und ich habe ihm in einem persönlichen, sehr offenen und ehrlichen Gespräch ausdrücklich für die Zusammenarbeit, seinen Einsatz und seine Leidenschaft für Werder gedankt. Denn Thomas Eichin hat mit seiner Mentalität, mit seiner Entschlusskraft in den vergangenen Jahren Positives für Werder bewirkt. Er hat bei der Stabilisierung unseres Clubs geholfen und musste dabei unter ganz besonderen Bedingungen und mit besonderen Herausforderungen arbeiten. Natürlich war er betroffen und enttäuscht. Aber wir sind ohne Groll auseinandergegangen.

In einigen Medien wurde Thomas Eichin als Verlierer eines Machtkampfs bei Werder bezeichnet, der sich angeblich an der Trainerfrage entzündete...

Es gab keinen Machtkampf. Wer mich kennt, der weiß, dass Macht für mich kein Motiv ist. Natürlich habe ich gegenüber der Geschäftsführung meine Meinung gesagt, und wir werden uns auch in Zukunft regelmäßig austauschen. Aber die Entscheidung, mit welchem Trainer wir arbeiten, liegt alleine bei der Geschäftsführung. Den Umgang mit Viktor Skripnik in der Öffentlichkeit fand ich im Übrigen bedenklich. Aus meiner Sicht wurde versucht, seine Kompetenz zu untergraben. Und die Behauptungen, dass er am Ende der Saison nicht mehr das Heft des Handelns in der Hand hatte, sondern die Spieler, waren unangebracht. Ich habe eine Mannschaft erlebt, die gemeinsam mit dem Trainer-Team in der Endphase der Saison alles reingeworfen hat, um den Abstieg zu vermeiden.

Nun steht Frank Baumann als neuer Geschäftsführer Sport in der Verantwortung. Warum fiel die Wahl auf ihn?

Weil er alles mitbringt, was in den nächsten Jahren auf unserem Weg notwendig ist. Vor allem…

Das komplette Interview gibt es im aktuellen WERDER MITGLIEDER-MAGAZIN Nr. 328 – Vereinsmitglieder des SV Werder erhalten das Magazin wie gewohnt exklusiv per Post oder als E-Paper.

WM 328 – WERDER MITGLIEDER-MAGAZIN

"Wir wollen vorwärts kommen"

 Werders Aufsichtsratsvorsitzender Marco Bode blickt im großen Interview auf die Saison zurück, erklärt die Entscheidungen der vergangenen Wochen und verrät, was ihn im Leben antreibt.

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