Auch ohne Binde ein Anführer

Klaassen über seine Rolle als Kapitän
Davy Klaassen stand zuletzt häufig im Mittelpunkt (Foto: nordphoto).
Profis
Dienstag, 15.10.2019 / 15:05 Uhr

von Philipp Burde

Davy Klaassen ist ein absoluter Leader. Das sagen seine Teamkollegen, die Journalisten und seine Statistiken. Bekräftigt wird seine Rolle durch die Kapitänsbinde, mit der er seine Mannschaft seit dem Ausfall von Niklas Moisander aufs Feld führt. Für den Holländer ist der Druck auf dem linken Arm aber gar nichts neues, wie er in der Mixed Zone am Dienstag-Nachmittag bestätigte.

Als Davy Klaassen eine Frage zu seiner Leistung im Zusammenhang mit der Kapitänsbinde beantworten soll, wirkt er fast etwas überrascht. Vorangehen ist für den 26-Jährigen schon immer selbstverständlich, egal ob mit oder ohne Binde. Einen Leistungsunterschied abhängig von der Kapitänsbinde gibt es also nicht: „Es hat sich nicht viel verändert im Vergleich zur letzten Saison. Ich versuche immer meine Rolle beizubehalten.“

Immer fokussiert: Davy Klaassen (Foto: nordphoto).

Trotzdem steht fest, dass Davy Klaassen in den vergangenen Spielen deutlich in den Fokus gerutscht ist. Mit zwei entscheidenden Aktionen war er nicht nur der Spieler der Stunde in Frankfurt, sondern führte seine Mannschaft auch mit einer Laufleistung von fast 13 Kilometern zu einem Punkt in Dortmund. Eine Statistik, die ihn nicht nur zum laufstärksten Spieler des Spiels, sondern auch zur Pferdelunge der Liga macht. Einzig Joshua Kimmich macht mehr Meter auf dem Platz als Werders Mittelfeldmotor. Einen besonderen Wert legt Klaassen nicht auf diese Statisik: "Ich laufe so lange ich kann, aber mir ist es lieber, wenn wir als Mannschaft besser miteinander kombinieren. Dann muss ich auch automatisch weniger laufen."

Besser kombinieren möchte Klaassen dann im Spiel gegen die Hertha aus Berlin, die "ähnliche Ziele" wie der SV Werder hat. "Ein gutes Gefühl" geben ihm vor allem die letzten beiden Spiele in denen man "gut gespielt hat". Trotzdem sind es aus der Sicht des Werder-Profis noch zu wenig Punkte: "Mit acht Punkten aus sieben Spielen bin ich eigentlicht nicht zufrieden, weil wir gewisse Partien hätten gewinnen müssen." Trotzdem ist das noch lange kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. "Die Saison ist noch lang, der Abstand nicht so weit". Für Davy Klaassen und Werder Bremen ist also noch einiges möglich in dieser Spielzeit. 

 

Das Neuste rund um die Bundesliga-Profis: