Sargent: "Wird total verrückt sein"

Werderaner vor Länderspiel in der Heimatstadt
Joshua Sargent spielt gegen Uruguay in seiner Heimatstadt St. Louis (Foto: nordphoto).
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Dienstag, 10.09.2019 / 12:28 Uhr

Von Lukas Kober

Es ist der 13. November 2015. Die Fußball-Nationalmannschaft der USA tritt im Busch Stadium, wo normalerweise das Basebalteam St. Louis Cardinals seine Heimspiele austrägt, gegen Sankt Vincent und die Grenadinen an. Es ist ein WM-Qualifikationsspiel, das die Amerikaner souverän mit 6:1 gewinnen – ein Pflichtsieg. Auf der Tribüne sitzt und jubelt ein Junge aus St. Louis, der davon träumt, irgendwann selbst für das amerikanische Nationalteam zu spielen. Sein Name: Josh Sargent.

Der Traum des damals 15-Jährigen ist längst Wirklichkeit geworden. Sargent gehört zum Aufgebot der A-Nationalmannschaft, gilt als eines der größten Talente der Staaten und schoss in acht Spielen zwei Tore. Am Mittwochmorgen, 2 Uhr deutscher Zeit, erfüllt er sich den nächsten großen Wunsch. Denn die USA tritt wieder im Busch Stadium an.

"Mach den nächsten rein!"

Es ist erst das zweite Mal in der Historie, und Josh Sargent ist dieses Mal mittendrin. „Es wird total verrückt sein. Du spürs, wie sich die Leute hier freuen und wie eng jeder hier verbunden ist. Das ist, was St. Louis ausmacht“, schwärmt der Werderaner von seiner Heimatstadt und fügt voller Vorfreude an: „Es wird ziemlich cool, vor meiner Stadt zu spielen.“

Dass sich Sargents Familie und Freunde dieses Erlebnis ebenfalls nicht entgehen lassen wollen, bekommt der 19-Jährige zu spüren. „Ich habe jetzt 60 Tickets organisiert, aber ich musste die Organisation an meine Eltern abgeben. Das war mir einfach zu stressig“, erklärt das grün-weiße Talent vor dem Duell mit Uruguay.

Und auch bei diesem Spiel wartet Sargent auf seine Chance. Nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen den Erzrivalen aus Mexico und dem verschossenen Elfmeter will der 19-Jährige treffen. „Ich habe die Verantwortung in dem Moment übernommen. Das ich verschieße, passiert im Fußball nun mal“, so der Stürmer, der von seinem Chefcoach anschließend eine klare Anweisung bekommen hat: „Mach den nächsten rein!“ Vier Jahre nach dem letzten Sieg des "USNMT" im Busch Stadium hat sich Sargent genau das vorgenommen: ein Tor in seiner Heimatstadt St. Louis.

 

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