Bremsen lernen

Ludwig Augustinsson in Episode #33 des WERDER-PODCAST

Ludwig Augustinsson - hier im Duell mit Serge Gnabry - stand in sämtlichen Bremer Saisonpflichtspielen in Florian Kohfeldts Startelf (Foto: Nordphoto).
Podcast
Mittwoch, 15.05.2019 // 16:32 Uhr

von Maximilian Hendel

Thomas Delaney hatte fast noch untertrieben, als der damalige Bremer Neuzugang im Frühjahr 2017 einen ehemaligen Mitspieler des FC Kopenhagen ankündigte, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits für einen baldigen Wechsel zu Werder entschieden hatte. Ein „24-Stunden-Profi“ sei dieser Ludwig Augustinsson, berichtete also Delaney über den eifrigen Schweden. Einer, der morgens als Erster aufs Trainingsgelände käme und abends als Letzter wieder ginge.

Vor der Aufzeichnung des aktuellen WERDER-PODCAST schob Augustinsson – versteht sich von selbst – noch eine Extraschicht mit Claudio Pizarro und den jungen Spielern. „Ich trainiere immer gern, ich liebe das einfach. Ich will meine Qualitäten weiterentwickeln und dann ist es wichtig, zu trainieren. Ich glaube, da bin ich ein bisschen verrückt“, weiß der Linksverteidiger in Episode #33 zu betonen. Sein unerbittlicher, nimmersatter Ehrgeiz zahlt sich aus. Er ist unumstrittener Stammspieler, hat sich zur Vorsaison noch einmal gesteigert, stand in allen 38 bisherigen Pflichtpartien der laufenden Spielzeit in der Startformation (ein Tor, sieben Vorlagen).

Davon versäumte der gebürtige Stockholmer gerade einmal 43 Minuten aufgrund der drei Auswechslungen in Stuttgart, Düsseldorf sowie im Pokalhalbfinale gegen den FC Bayern. Diese Fabelbilanz übertrumpft bei den Grün-Weißen nur noch Maximilian Eggestein. Trotzdem bekam selbst der unverwüstliche, robuste Augustinsson im Verlauf der vergangenen Monate erstmals wirklich die Strapazen der im Vergleich zur dänischen Liga noch einmal ungleich höheren Bundesligaqualität und -anstrengung zu spüren.


„Ich hatte zwischendurch ein paar Probleme mit meinem Körper, war ein bisschen müde im Körper und Kopf – das war eine neue Erfahrung für mich. Da habe ich gelernt, mich manchmal ein bisschen zu bremsen und nicht jeden Tag ans Limit zu gehen“, gesteht Augustinsson am Mikrofon von Markus Biereichel. „Vor diesen Problemen habe ich gesagt, ich brauche keinen Urlaub, aber jetzt glaube ich, dass es gut für mich ist, mal drei, vier Wochen nicht so viel über Fußball nachzudenken.“

Hinter ihm liegen beinah zwei Jahre ohne wirkliche Pause – im vergangenen Sommer war er ebenfalls Leistungsträger und Dauerbrenner beim unverhofften schwedischen Einzug ins WM-Viertelfinale. Und wer weiß. Vielleicht schafft es der 25-Jährige in der anstehenden freien Zeit ja sogar, für einen kurzen Moment der Zufriedenheit auf die jüngere Vergangenheit zurückzublicken – „dann begreifst du vielleicht, dass du einen Traum lebst“, empfiehlt Augustinsson sich selbst. Klingt nach einem verdammt guten Ferienplan.

Was ist neben allen Ambitionen und dem Trainingsfleiß mehr denn je unverzichtbar für den Hochleistungssport? Absolut – die entsprechende Ernährung. Unter anderem darüber spricht Ludwig Augustinsson ausführlich in Episode #33 des – wie immer von Media Markt präsentierten – WERDER-PODCAST. Genauso verrät der 25-Jährige aber auch, wie schwer es ist, Kopenhagen kulinarisch das Wasser zu reichen, dass sein schwierigster Gegenspieler ein vormaliger Bremer war und ob er eigentlich Markus Rosenberg schon einmal kennengelernt hat. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW.

 

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